Auswirkungen latenter Apfelviren

 

Ein Schwerpunkt im Arbeitsbereich "Obstkrankheiten" ist die Entwicklung von Unterlagen, die gegen die Apfeltriebsucht resistent sind. Eine natürliche Resistenz wurde in Malus sieboldii und seinen Abkömmlingen gefunden. In einem zurzeit laufenden Züchtungsprogramm wird diese Resistenz in agronomisch wertvolle Unterlagen-Sorten von Apfel eingekreuzt. Beim Resistenz-Screening der Kreuzungsnachkommen traten sowohl im Freiland als auch im in vitro System unerwartete Absterbeerscheinungen der inokulierten Pflanzen auf, die mit der Präsenz von latenten Apfelviren korreliert sind.

Ziel des Projekts ist es, den Einfluß von latenten Apfelviren (Apple stem grooving virus, Apple stem pitting virus, Apple chlorotic leaf spot virus) auf die beobachteten Absterbeerscheinungen zu untersuchen. Hierzu werden die beteiligten Apfelvirus-Isolate molekular charakterisiert. Durch gezielte und standardisierte Inokulationsversuche im in vitro System wird die Symptomexpression ausgewählter Isolate einzeln, in Kombination sowie mit und ohne Phytoplasmen untersucht. Auf diese Weise sollen die Bedingungen für eine Selektion der Kreuzungsnachkommen auf Apfeltriebsuchtresistenz und Virustoleranz definiert werden, um eine resistente Apfelunterlage zu entwickeln, die nicht durch latente Apfelviren geschädigt wird.



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