AlPlanta

Institut für Pflanzenforschung

AlPlanta leistet mit seinen Arbeiten der Grundlagen- und angewandten Forschung einen Beitrag vor allem zu der Erreichung der Ziele Umweltschonung und Anwender-/Verbraucherschutz indem es in vielen seiner Projekte Strategien verfolgt, Pflanzenschutzmittel durch nebenwirkungsarme und nicht-toxische Alternativen zu ersetzen oder durch Resistenzzüchtung und/oder Markerentwicklung Pflanzeneigenschaften zu optimieren, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren und Produktion nachhaltig zu gestalten.

AlPlanta ist eingebunden in verschiedene nationale und internationale Gremien sowie Beiräte. Weiterhin ist es an Bachelor- und Masterstudiengängen der Hochschule Mannheim beteiligt, sowie mit Vorlesung und Praktika an den Universitäten Heidelberg und Hohenheim aktiv. Zusammen mit den Universitäten erfolgt auch die Ausbildung von Doktoranden. AlPlanta arbeitet mit Forschungseinrichtungen und Universitäten, sowie mit kleinen und mittleren Firmen in nationalen und internationalen Projekten zusammen. Das Institut veröffentlicht seine Ergebnisse in hochwertigen Fachzeitschriften und verbreitet praxisrelevante Ergebnisse in Workshops und Seminaren. Alle angewandten Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit der rheinland-pfälzischen Obstbau-und Weinbau-Wirtschaft.

Schwerpunkte

Wirt-Pathogen-Interaktion

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass die weltweiten Ernteerträge jedes Jahr, aufgrund von Befall durch Pflanzenschädlinge und -krankheiten, um etwa 20 bis 40 Prozent reduziert werden. Der erfolgreiche Befall der Wirtspflanzen setzt voraus, dass der Schaderreger die Abwehr der Pflanze unterlaufen kann, um diese zu besiedeln. Auf dieses Eindringen von außen erfolgt meist eine Reaktion der Pflanze. Diese Wechselbeziehung spiegelt sich u.a. wieder auf der Ebene der Genaktivitäten sowohl des Wirts, als auch des jeweiligen Pathogens, sowie z.B. auch auf Interaktionen von Wirts- und Pathogenproteinen. Mit dem Ziel innovative Bekämpfungsmethoden zu entwickeln, untersuchen wir nicht nur diese Abläufe, sondern das komplexe Zusammenspiel von: Überträger (z.B. Insekten) ↔ Pathogen ↔ Wirt.

GENREGULATION

Genregulation ist die durch endogene (z.B. entwicklungsbiologische) und exogene (z.B. Umwelteinflüsse) Signale gesteuerte Regulation der Transkription, die zu differenziellen Genaktivitäten führen kann. Die Steuerung der Expressionshöhe eines Gens erfolgt über regulatorische DNA-Sequenzen oder auf epigenetischer Ebene. Wir untersuchen diese Vorgänge mit Werkzeugen der Genomik und Epigenetik, um Anpassungen von Pflanzen an Umweltbedingungen besser zu verstehen und und um die so gewonnenen Erkenntnisse für die Entwicklung von "fitteren" Pflanzen und optimierten Pflanzenschutzstrategien zu nutzen.

Züchtungswerkzeuge

Knapper werdende Ressourcen sowie sich verändernde klimatische Bedingungen fordern die Pflanzenzüchtung mehr denn je. Nutzpflanzen sollen möglichst schnell und effizient ertragreicher und widerstandsfähiger gegen biotischen und abiotischen Stress werden. Die Weiterentwicklung von Züchtungswerkzeugen kann einen beträchtlichen Beitrag zum beschleunigten Erreichen der genannten Ziele leisten. Wir stehen unvoreingenommen neuen Entwicklungen gegenüber und etablieren diese für die Züchtung von Sonderkulturen. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen molekulare Marker, Gewebekultur und Genome Editing.

Die Plattformtechnologien dieser Schwerpunkte werden überschneidend in Projekten genutzt. In den ersten beiden Schwerpunkten geht es vor allem um angewandte Forschungsprojekte, die z.B. in den Bereichen Obst- und Weinbau Impulse aus der Praxis aufnehmen und Managementstrategien für aktuelle garten- und weinbauliche Problemstellungen entwickeln. Im Forschungsschwerpunkt Genregulation betreibt AlPlanta vor allem Projekte der Grundlagenforschung, die sich z.B. mit den Mechanismen der Regulation von Genaktivitäten unter biotischen und abiotischen Stress beschäftigen. Grundlagenforschung und angewandte Forschung sind nicht voneinander trennbar. Ohne die Erweiterung der grundsätzlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Entwicklungen kann keine spezialisierte Forschung in wirtschaftsorientierten Rahmen stattfinden.

Kontakte

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